Bühne ohne Grenzen. Experimente im erweiterten Museum
Mit dem Projekt „Bühne ohne Grenzen“ erprobt die Puppentheatersammlung ein experimentelles Vermittlungsformat. Reale Objekte und virtuelle Ebenen verschmelzen zu einer visionären Präsentation. Das „erweiterte Museum“ verfolgt das Ziel, einen Erlebnisraum zu schaffen, in dem die Welt des Puppenspiels immersiv erfahren werden kann.
- Ausstellungsort Kraftwerk Mitte
- Laufzeit 05.09.2026—17.12.2026
Donnerstag 14 und 16 Uhr im Rahmen einer begleitenden Evaluation
- Eintrittspreise Eintritt frei
Im Zentrum
Zentrales Objekt des Erlebnisraums ist eine historische Marionettenbühne der Schaustellerfamilie Ritscher. Sie bildet den Ausgangspunkt sowohl der physischen Präsentation als auch ihrer virtuellen Erweiterung. Besucherinnen und Besucher tauchen in die Atmosphäre eines originalen Gasthauses der 1950er-Jahre ein und erhalten Einblicke in die Geschichte der Familie Ritscher, den Aufbau und die Funktionsweise von Marionetten sowie die Praxis des reisenden Puppenspiels. Die virtuelle Anwendung ermöglicht es zudem, virtuelle Marionetten selbst zu bewegen und mit den Inhalten auf interaktive Weise in Kontakt zu treten.
Grundlage von „Bühne ohne Grenzen“ ist das seit Januar 2024 laufende Forschungsprojekt ANIMA, das gemeinsam mit dem Immersive Experience Lab (IXLAB) der Technischen Universität Dresden, der GTV – Gesellschaft für Technische Visualistik mbH und der cura 3D GmbH & Co.KG entwickelt wird.
Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Frage, wie bewegliche Artefakte durch digitale Technologien wie z. B. Mixed Reality und innovative Vermittlungsansätze zeitgemäß erfahrbar gemacht werden können. Für die Puppentheatersammlung bedeutet das unter anderem, eigene Grenzen zu erweitern. Während die Objekte erhalten und konserviert werden, bleibt ihre ursprüngliche Funktion – in diesem Fall die Animation auf einer Bühne – oft unsichtbar. Mixed Reality bietet die Möglichkeit, sie wieder erlebbar zu machen.
Das Erlebnis ist als gemeinschaftliche Erfahrung konzipiert und wird in Gruppen erkundet. Gleichzeitig bieten individuelle Inhalte und personalisierte Zugänge die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen und den Raum auf persönliche Weise zu entdecken.
Mit freundlicher Unterstützung von
Efre




